Überdosis

Wie heißen noch einmal diese kleinen Kügelchen aus Wasser, die zu Dutzenden vom Himmel fallen, schöne runde Muster im Wasser hinterlassen aber alles nass machen? Regentropfen? Regen?

Seit einer gefühlten Ewigkeit regnet es wieder! Ich hänge den dritten Tag in Sines fest. Der portugisische Norder fängt an zu schwächeln. Er hat mich bisher nahezu mühelos hier hin geweht. Ich dache, es geht immer so weiter. Nun trage ich lange Hose und beim Blick aufs Wetter und meine niederländischen Nachbarn, könnte ich auch in Friesland sein. Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass ich aktuell ausgebremst bin, denn seit Tagen habe ich das Gefühl übervoll zu sein von neuen Eindrücken, Orten und Menschen. Ich hatte mir in Porto schon eine Segelpause von vier Tagen gegönnt, wollte einen Blogartikel mit gleichem Titel veröffentlichen, „musste“ dort aber die fantastische Stadt erlaufen bis mir die Beine weh taten. Nach Porto folgten kurze Stopps in Nazare, Peniche, und noch irgendwo – oder andersherum. Ich bekomme die Namen der Häfen und die Reihenfolge nicht mehr hin. Ich kann nichts mehr aufnehmen, meine Speicherkarte ist voll. Lissabon erschlägt mich förmlich mit einer tollen Einfahrt den Fluss hinauf, einer bombastischen Brücke, dem Lärm der Stadt. Ich sehe am Sonntag morgen mehr Stadtführungsgruppen als Menschen, die dort vielleicht wohnen. Zum fotografieren fehlt mir die Ruhe. Von Oeiro sehe ich nur das Hafenbüro, von Cascais den langen Weg zum Lidl. Nun also Sines. Die Duschen sind die besten seit Wochen und das Hafen WiFi funktioniert, manchmal. Der Ort selber ist nicht attraktiv genug, mir ist es zu anstrengend die Treppen hoch in die Stadt zu laufen. Sonntag kann ich einen 80 Seemeilen langen Schlag in die Algrave, nach Lagos, segeln. Vor meiner Abfahrt habe ich gesagt: „Bis in die Algrave schaffe ich es bestimmt! und dann sehe ich, wie es weiter geht.“ Marokko? Madeira? Kanaren?

Mehr Fotos später, falls wifi wieder klappt!

Peniche – Dorf auf den Klippen

Von der Hafenbar aus lässt sich prima beobachten, wie Zora vor Anker hin und her schwoijt.

Nebel am Morgen in Cascais. Ich gehe trotzdem Anker auf. Der Nebel wird sich schon lichten. Ich taste mich langsam durchs unsichtbare Ankerfeld bis ich ein Handy klingeln höre. Es ist nicht meins! Danach warte ich am Fuel Pontoon bis der Nebel fast weg ist.

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3 Antworten zu Überdosis

  1. Peter Weidemann schreibt:

    Freut mich, dass die Einfahrt nach Lissabon
    so spektakulär ist, wie ich gehört habe.
    Hinter der Algave wartet dann Afrika oder
    die offene See!

  2. Frank schreibt:

    Peniche – das ist ja wie gemalt. Großartiges Foto!

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