Die Rias

Nach La Coruña stehen bei mir die Rias auf dem Programm. Fjordartige Einschnitte in die zerklüftete Küste Spaniens bzw. Galiciens. Die Bretagne war lieblich und schön aber diese Küste ist wild und karg uns schön.
Ich besuche Orte, die selten normale Spanientouristen auf dem Zettel haben; höchstens Pilger, die den Jakobsweg laufen.
Muxia, Camariñas, Muros, Vigo. Sind meine nächsten Stationen. In Muros treffe ich die Hanapah wieder und besuche am nächsten Tag mit dem Bus Santiago de Compostella. Für die fast zweistündige Fahrt in einem klimatisierten Reisebus zahle ich 5,40 €.

Die Kathedrale von Santiago de Compostella

Die Kathedrale in Santiago, der Platz davor und die Gebäude drum herum sind sehr beeindruckend. Für die Jakobspilger ist es das Ziel Ihrer Pilgerreise. Überall sieht man sie humpeln und mit ihrer Stöcken hantieren. Die Jakobsmuschel baumelt am Rucksack. Erstaunlich viele junge Leute sind untern den Pilgern. Ich hatte eher Alt-Hippies und alleinstehende Erdkundelehrerinen erwartet.

Eine Pfadfindergruppe sammelt sich unter dem Torbogen kurz bevor man die Kathedrale sehen kann. Sie bilden eine Reihe, fassen sich an den Händen und betreten dann gemeinsam den Platz!

Die meisten feiern sich durch Selfies machen oder auf dem Platz sitzen. Ich bekomme eine Idee davon, wie bewegend es für sie alle sein muss hier anzukommen.
In der Kathedrale herrscht eine Stimmung wie am Flughafen vor dem Securitycheck. Eine Stunde stehe ich in einer Schlange um die Statue des heiligen (?) Jakobus zu umarmen. Die meisten vertiefen sich ins Handy um die Wartezeit zu überbrücken. Wifi gibt’s leider nicht. Viel ist eingerüstet und wird renoviert. Gedämpfter Baulärm wird vom Stimmengewirr übertönt. Von feierlicher Andacht keine Spur! Wer an etwas glaubt, muss wo anders hin. Eintritt verlangen sie aber nicht.

Die Kathedrale von innen als Wartezimmer.

Ein heiliger Schrein in der Kathedrale. Ich sah nur ältere Menschen knien und beten, die meisten anderen fotografieren.

Eine Nacht ankere ich irgendwo in der Ria de Muros bei dichtem Nebel vor einem Strand und ein paar Häusern. Ich bin einziges Boot! Ob ich etwas vermisse? TV? Brot? Nein. Eigentlich nicht. Nur das mit den Fremdsprachen macht mir mehr zu schaffen als gedacht. Mein Englisch ist ganz gut und mein Spanisch reicht zum überleben. Beim Deutsch sprechen muss ich nicht nachdenken, vielleicht ist das der Unterschied?
Bald bin ich in Portugal, da spreche ich gar nichts! Wie das wohl wird?

Irgendwo in der Ría de Muros

Cabo Finisterre – das Ende der Welt. Eine besondere Landmarke und auch für Segler nicht unbedeutend. Für mich eine unspektakuläre Vorbeifahrt unter Motor. Es weht kein Wind.

Nebel zieht auf in der Abenddämmerung. Eine Ankerbucht irgendwo in der Ría de Muros

Die Kapelle „Virxe da Barca“ in Muxia. Beliebt bei den Jakobspilgern

Muxia Leuchtfeuer

Muxia – der Blick vom Hügel

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Eine Antwort zu Die Rias

  1. Peter Weidemann schreibt:

    Warte bis Du vor Lissabon unter der berühmten Brücke über den Tejo durchfährst👍👍👍

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