Fecamp und Le Havre

Die Boulongerie Fachverkäuferin hat mich gestern dezent darauf hingewiesen, dass es wohl gar nicht ‚une‘ (ün) sonder ‚un‘ (öh) Croissant heißt. Ich habe dann herausfinden können, dass ‚und‘ auch gar nicht ‚i‘ sondern ‚et‘ also ‚e‘ heißt! Bisher habe ich trotzdem bekommen was ich wollte. Nur mit dem Wetterwunsch klappt es nicht. Ich hatte mich bei der Planung auf viel Westwind eingestellt. Es überrascht mich selbst, wie sehr es mich nun doch störrt, dass dieser Westwind tatsächlich da ist. Immer wenn die Sonne kurz zwischen den Schauern herrauskommt, fühlt es sich gleich wie Urlaub an. Auf dem Weg nach Fecamp habe ich auf dem Vorschiff gesessen und ein Buch gelesen!!! Ohne Ölzeug! In Fecamp ankommen war wie ins Mittelmeer segeln. Buntes Leben am Strand, die Restaurants sind voll, es gehen sogar Leute baden. Ich spaziere an der beeindruckenden Steilküste entlang in kurzer Hose und T-Shirt.

Leben am Strand in Fecamp

Fecamp am Strand Sonne und Aussicht genießen

Am nächsten Tag ist der Urlaub vorbei. Alles wieder grau in grau, Regen und Schauerböen, viel Wind. Hafentag. Die Etappe nach Le Havre ist ähnlich wechselhaft. Erst stundellanges kreuzen gegen Hackwelle bis zum Cap. Danach reichen etwas Sonne und 15 Grad abfallen um zu zeigen, wie schön segeln sein kann; sein könnte!

Regenwetter in Fecamp

Fecamp grau in grau. Einziger Farbklecks ist das Verkehrsschild

Le Havre selbst ist keine Touristenstadt. Andere würden sagen, Le Havre ist häßlich. Das finde ich nicht. Es braucht ein wenig um sich mit der Stadt anzufreunden. Der Strand ist sehr schön. Man kann schwimmen, surfen und kiten, abhängen, Segelboote gucken und im Hintergrund ziehen die Frachter vorbei. Auf die eigenwillige Bebauung der Stadt muss man sich halt einlassen. Es wirkt etwas wie Sowjetunion. Welche Farben hat noch mal die russische Flagge?  Im Sommer ist es bestimmt richtig schön. Ich könnte hier wohnen.

Hotel de Ville in Le Havre

Strandhäuser in Le Havre

Strandhäuser in Le Havre

Container Skulptur in Le Havre

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Eine Antwort zu Fecamp und Le Havre

  1. gmalino schreibt:

    Dein Le Havre-Rathaus-Bild hat mich tierisch an Brest erinnert. Angeblich die französische Stadt mit der höchsten Alkoholiker- und wahrscheinlich höchsten Selbstmordrate.
    A propos Sowjetunion: Wenn man in Aix-en-Provence aus dem Bahnhof fällt, kommt man direkt auf die vierspurige „Avenue des unions sovietique“.
    Soviel zu sinnlosem Frankreichwissen.
    Handbreit, bin ganz schön neidisch…

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