Fietsen in Amsterdam

Ohne Fiets bist du nichts! Ich kaufe ein gebrauchtes, gut erhaltenes „Omafiets“ für einen fairen Preis und ein dickes Schloss dazu. Schon beim ‚raus schieben des Rades fällt die vodere Lampe ab! Macht ja nichts, ich habe 6 Monate Garantie und die Verkäuferin klebt sie unaufgefordert mit Ducktape wieder fest. Das sollte halten für einen Winter den ich im Amsterdam Sixhaven verbringen werde.

zora in amsterdam

Das wird mein Winterliegeplatz in Amsterdam Sixhaven sein.

 

Mein erster Eindruck beim Fahrrad fahren: Keiner hält sich an Regeln! Es wird nicht gebremst sondern geklingelt. Fußgänger sind Freiwild, Fußtouristen Opfer. Autos werden gedultet und jede Straße kann in jede Richtung befahren werden. Oder wie es eine Deutsche auf einem Leihfahrrad an einer vergleichsweise harmlosen Kreuzung ausdrückt: „Das ist ja das totale Chaos!“

old sailor

Ich fotografiere immer wo ich mein Fahrrad abstelle damit ich eine faire Chance habe es wieder zu finden. „Old Sailor“ finde ich auch passend!

Ich genieße es! Ich bin viel schneller unterwegs. Ich kann nun auch entlegene Stadtteile erkunden oder mehrere Stadtteile an einem Tag. Ich bin mobil. Ich bin von einem Touristen fast nur noch durch meine Kamera zu unterscheiden. Und durch mein eher schlechtes Niederländisch.

Havenkantoor

Hafenbüro vom Sixhaven

 

 

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Abschied von Urk

Mein Herbsttörn ist in erster Linie Abschied vom Ijsselmeer und von Urk wo ich 3 Jahre (oder 2 ?) gelegen habe. Es ist auch Abschied von Menschen, die ich dort kennen gelernt habe. Diesen Winter werde ich in Amsterdam Sixhaven liegen. Ab nächsten Juli brauche ich keinen festen Liegeplatz mehr!!

otto und konrad

Abschied von Otto und Konrad

pierre

Abschied von Pierre und Madox

unterwegs kalt

Unterwegs ist es dann doch etwas kalt

 

strand abends

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Die „Arche“ wütet in Urk

Das Strumtief Burglind hat in Urk für Verwüstung gesorgt. Die „Ark“ hat sich von ihrem Liegeplatz losgerissen und ist auf einen Steg mit Yachten getrieben. Den Steg mit den größten Segelyachten. Diese hat sie dann zusammen geschoben und teilweise erheblich zerstörrt, wie man auf Fotos und Videos von Augenzeugen sehen kann. Hier der Bericht in der Yacht: http://www.yacht.de/aktuell/panorama/sturmtief-burglind-sorgt-fuer-verwuestung/a115306.html und bei SegelReporter: https://segelreporter.com/panorama/losgerissen-arche-rammt-yachten-im-hafen-von-urk-noah-war-nicht-an-bord/

Die ‚Yacht‘ witzelt, dass ausgerechnet ein Bibelschiff für Unheil im sehr gläubigen Urk anrichtet und SegelReporter meinen, der Noah sei wohl nicht an Bord gewesen. Hoffetlich ist er wenigsten gut versichert. Zora hat nichts abbekommen. Sie liegt sicher vertäut und unbeschadet an einem anderen Steg (Stand jetzt!). Aber Freunde sind betroffen; zum Teil schwer! Ich drücke allen Geschädigten die Daumen und wünsche Glück im Unglück! Verletzte gab es, soweit ich weiß, nicht.

Wer sich die Bilder anschaut, erkennt das unglaubliche hohe Freibord der Ark. Ich habe sie – vertäut – am Steg liegen sehen. Sie sieht aus wie eine viel zu hohe Bretterwand, ein Fort aus einem Western. Sie lag quer zur Hauptwindrichtung am Steg, also eher ungünstig. Es muss ein enormer Winddruck auf das Schiff gewirkt haben. Hätte man es ahnen können, dass etwas passieren wird?

 

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Newtown Creek

Angeblich wohnt Ellen McArther hier um die Ecke! „Hier lässt sie ihr Ruderboot zu Wasser.“, erzählt mir der Vogelbeobachter. Das finde ich wesentlich aufregender als den Sandregenpfeiffer, den er mir davor stolz präsentiert hat. Ich sitze in einer Vogelbeobachterhütte (bird hide) mit zwei Vogelbeobachtern. Draußen hängt eine Tafel auf der die Vogelarten vermerkt sind, die heute gesichtet wurden. Ferngläser liegen für Besucher bereit und zwei Regalbretter voll mit Vogelbestimmungsbüchern. Eine Liste mit Vogelnamen in vier Sprachen. Die beiden sitzen hier stundenlang und beobachten Vögel. Komisches Hobby. Sie selber segeln nicht. Ich soll erzählen, wie es Nachts auf dem Ozean ist.

Vogelschutzhütte

An der Mooring im Newtown Creek

Lagerfeuer im Newtown Creek

The Needles von Land

Viel mehr als Vögel und Ellen McArther gibt’s hier nicht. Ich ankere endlich im Fluß, so wie ich das schon lange vorhatte. Genauer gesagt liege ich an einer Mooring. Für den Anfang kann man das gelten lassen. Bei Niedrigwasser ist der Fluß gerade so breit wie zwei Schiffslängen aber nur in der Mitte tief genug.

Ich genieße die Aussicht ins Nichts und höre in der Stille die Möwen – vielleicht sogar den Sandregenpfeiffer. Dazwischen vertreibe ich mir die Zeit mit Dinghi Ausflügen. Ich rudere in Richtung Shanfleet bis das Wasser für das Dinghi zu flach wird. Den Rest stapfe ich durch den Mud, das Dinghi im Schlepp, bis zu dem Anleger. Von dort kann man in einen guten Pub laufen.

Mein letzter Ausflug führt mich zu dem Kiesstrand ein paar Ruderschläge vom Ankerplatz entfernt. Es ist kalt geworden und ich mache ein Lagerfeuer um daran meine Schuhe und Socken zu trocknen. Und ein bisschen auch fürs Ambiente.

 

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Poole Harbour

Als in der Studlandbay die ersten Jetskier und Wasserskiläufer auftauchen, gehe ich Anker auf. Ich möchte mir Poole Harbour anschauen. Der Ankerplatz hinter Brownsea Island ist mir zu ungeschützt und in die ‚Bloody Alley‘ traue ich mich nicht herein, weil es flach ist und auch weil der Name abschreckt. Ich lege mich einfach an eine private Mooring etwas unterhalb von ‚Pottery Pier‘. Vorher frage ich noch einen Nachbarn, ob das jemand etwa gegen haben könnte. Er zeigt mir eine Mooring, an der er schon lange keinen mehr gesehen habe. Da könnte ich auch über Nacht liegen.

Brownsea Island in Poole Harbour. Angeblich sind hier die Pfadfinder ‚erfunden‘ worden.

Sonnenuntergang in der Studlandbay

Der Platz ist gut aber ich muss über eine halbe Meile gegen Wind und Strömung rudern bis ich anlanden kann. An großen Teilen des Ufers ist das verboten. Ich muss irgendwann an der Verbotenen Küste notlanden, weil ich nicht mehr rudern kann. Die restlichen 100 m ziehe ich das Dinghi durch das seichte Wasser am Strand entlang. Brownsea Island gilt als Geburtsstätte der Pfadfinder, die hier ‚erfunden‘ worden sein sollen. Rote Eichhörnchen soll es geben. Ich hatte mir die Insel wesentlich einsamer vorgestellt. Sie ist aber beliebter Ausflugsort mit Fährverbindung und Cafe.
Zum übernachten segle ich allerdings nach Yarmouth auf der Isle of Wight.

The Needles von See aus

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